BUDGET
IN-EAR

T260

AUDIOSENSE

Wertung

Preis

8

55 €

Review published:

11/2019

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Treiber

2

pro Seite

0

Dynamisch

2

Balanced

Widerstand

27 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

7.5

Mitten

8

Höhen

Empfindlichkeit

107 dB

7.8

Handling

9

Haptik

A

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 22000 Hz

Intro

Der T260 mit seinen 2 BA Treibern von Knowles, ist das Sandwichkind der Audiosense-Geschwister, zu denen ebenso der T180 (1 BA Treiber) und der T300 gehören (3 BA Treiber).
Ob der Aufpreis von knapp 15 € für einen weiteren BA Treiber ein Upgrade zum T180 darstellt, soll hier behandelt werden.

Handling

Da alle der In-Ears dasselbe Gehäuse teilen und nur an den nicht auswählbaren Farben zu unterschieden sind und auch den selben Lieferumfang besitzen, ist dies hier eins zu eins dieselbe Erläuterung wie zum T180.
Von seiner Bauform ähnelt der T260 den Shure SE215, oder vielen Westone-In-Ears. Das bedeutet wir bekommen hier einen extrem komfortablen Sitz auch begünstigt durch die schmalen, aber langen Schallröhrchen. Dazu ist der T260 ein Fliegengewicht, sodass man ihn, abgesehen von der kompakten Bauform schnell im Ohr vergisst.

Durch den optimalen Sitz erzielt man eine sehr gute Abdichtung und somit Isolation. Das mitgelieferte Kabel ist wirklich gut und einfach zu händeln. Dazu gibt es noch eine Auswahl an Foam-, sowie Silikontips und eine Transporttasche.

Klang

Hier fängt es an spannend zu werden. Der T260 besitzt zwei BA Treiber, wobei sich einer ausschließlich um den Bass kümmert und der andere um die Mitten und Höhen.

Das macht sich im Vergleich zum T180 im Bass auch bemerkbar. Der Bass des T260 spielt tiefer und kommt mit etwas mehr Punch um die Ecke. Dabei bleibt er aber genau so sauber, schnell und detailreich. Es ist ein typischer BA-Bass, der eher trocken als dynamisch klingt und keine Ohren zum Beben bringt. Ich finde es zum Teil an ganz anderes Hörerlebnis, da man subjektiv das Gefühl hat mehr Details wahrzunehmen, als bei einem dynamischen, da der BA-Treiber auch nicht nachschwingt und dadurch sich keine Klänge überlagern können. Allerdings muss man auf den dynamischen Druck verzichten, welcher natürlich auch ein Spaßfaktor darstellen kann. Hier ist es eher analytisch, aber mit ordentlich Mittenbasspunch und mit einer angenehmen Wärme.

Wie auch beim T180 klingen die Mitten des T260 sehr balanciert und neutral. Man hat im direkten Vergleich das Gefühl das die Mitten etwas mehr im Hintergrund stehen, da der Bass etwas prominenter ist und nicht mehr ganz so vordergründig sind wie noch beim T180. Das sehe ich hier als positiv, da es so noch musikalischer zur Sache geht. Allerdings entsteht dadurch bei Stimmen noch mehr Intimität, da sie auch leicht zurück genommen sind. Frauen klingen etwas brillanter und lebendiger als Männer. Im Grunde gleichen sich sie Mitten aber den des T180 und das sowohl in den Stärken als auch Schwächen. Ich würde mir etwas mehr Durchsetzungsvermögen, Offenheit und Spritzigkeit wünschen. Dem Gegenüber steht Natürlichkeit, Entspanntheit und Neutralität, mit guter Separation, welche aber bei viel musikalischem Inhalt etwas abnimmt.

Die Höhen sind für mich auch ein kleines Upgrade zum T180. Details scheinen zahlreicher und die Erweiterung etwas ausgedehnter. Sie sind etwas dunkler als die Höhen des T180. Auch wenn es vielleicht ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen ist, gehen die Höhen des T180 mehr in Richtung des BGVP DM6 und die des T260 zum DM7. Das macht sie noch angenehmer zu hören und dennoch hat man ein analytisches Hörerlebnis.

Auch macht der T260 in der Räumlichkeit einen Schritt vorwärts, auch wenn sich die Breite nach wie vor in Grenzen hält. Allerdings ist hier Tiefe und Breite homogener, was zu einem besseren 3D-Bild führt.

Outro

Der T260 kann als klangliches Upgrade zum T180 gesehen werden. Er ist ein In-Ear an dessen Signatur man sich erst gewöhnen muss. Am Anfang klingt alles ein bisschen zusammengestaucht und emotionslos, aber das ändert sich schnell und der T260 kann scheinen. Ich kann mit Ihm stundenlang Musik, oder Hörbücher hören ohne dass Ermüdungserscheinungen auftreten.
Wenn der T300 eine gute Frequenzweiche besitzt und sich jeweils ein BA-Treiber um einen Frequenzbereich kümmert, könnte dieser für unter 100€ ein echter Geheimtipp sein.
Der T260 ist aber bereits ein klare Empfehlung meinerseits. Man muss nur wissen was man sucht, sonst wird man mit dem T260 und auch T180 nicht glücklich.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

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T180

T180

T260

T260

T300

T300

AQ3

AQ3

Zweite Meinung:

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