BUDGET
IN-EAR

BO-T1

BBOOOLL

Wertung

Preis

7

20 €

Review published:

02/2019

Hifigo.jpg

Treiber

3

pro Seite

3

Dynamisch

0

Balanced

Widerstand

16 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

7

Bass

6.5

Mitten

7

Höhen

Empfindlichkeit

105 dB

6.8

Handling

8

Haptik

C

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro

Vor einiger Zeit hatte ich bereits die Möglichkeit in den BBOOOLL BO-T1 rein zu hören. Allerdings hatte dieser ein sehr starkes Ungleichgewicht, was die Lautstärke von links und rechts betrifft. Selbst mehr als +6 dB waren als Ausgleich nicht genug. Was ich damals bereits hören könnte hat mich positiv überrascht, mehr sogar, ich würde noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass der BO-T1 eines der besten Modelle um die 20 € mit einer Drei-Dynamischen-Treiber-Konfiguration ist. Bislang kannte ich nur in dem Preissegment den QKZ ED6, den GEEK WORLD GK3 und den I-INTO i8, wobei die ersten Beiden nicht überzeugen konnten, hingegen der i8 ordentlich was zu bieten hat, vor allem im Bassbereich. Ich beschloss also die Rezension zu vertagen und auf ein funktionstüchtiges Paar der BO-T1 zu warten. Lange Rede kurzer Sinn, dieses Paar besitze ich nun und möchte euch diesen In-Ear näherbringen.

Handling

Kommen wir zuerst zu dem wohl ungewöhnlichsten Merkmal des BO-T1 und das ist das Design. Dies ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Es erinnert stark an ein Herz und gleicht somit keinem anderen In-Ear, den ich bislang zu Gesicht bekommen habe.

Trotz dem ungewöhnlichen Design, trägt er sich sehr gut und durch die längeren Schallöffnungen reicht er weit in den Ohrkanal hinein, was einen sicheren Sitz begünstigt und auch die Basswiedergabe verstärkt.

Das Kabel ist nicht abnehmbar und ist relativ steif, fühlt sich aber sehr robust an. Dazu ist der Ohrbügel verstärkt und hält sehr gut über dem Ohr.

Auch die Isolation ist ausgesprochen gut, egal bei welcher Lautstärker. Irgendwann muss man immer Kompromisse eingehen, aber bei der Laustärke wo man leise erahnen kann, was gerade für Musik gehört wird, hält man es auch nicht lange durch.

Klang

Kommen wir zur größten und positiven Überraschung und das ist der Klang.

Der Bass ist schnell, hat eine gute Textur und ist sehr ausgeglichen im Tieftonbereich. Der Sub hat zwar nicht die größte Erweiterung, aber er spielt ausreichend tief um auch diesen Bereich zufriedenstellend abzudecken. Dazu entwickelt er einen angenehmen Druck, ohne sich je in den Vordergrund zu spielen. Er könnte für manche dennoch ein wenig zu dünn sein. Hier kommt es auch immer darauf an in wie weit überhaupt der Bass in dem jeweiligen Musikstück vom Produzenten bevorzugt wird. Er versetzt keine Berge und demontiert sicherlich auch nicht das Trommelfeld, aber ist für meinen Geschmack fast genau richtig von seiner Gewichtung in der Signatur. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig und dazu sauber. Ein bisschen mehr rumpeln dürfte es dann aber doch.

Die Mitten gehen in die Richtung Neutralität, und zeichnen sich durch ihre Klarheit aus. Auch in den unteren Mitten werden sie nicht vom Bass beeinflusst und geben Instrumente sowie auch Stimmen sehr detailgetreu und natürlich wieder. Die oben Mitten werden etwas bevorzugt, was Stimmen mehr in den Vordergrund rücken lässt und ihnen mehr Präsenz verleiht. Die Mitten sind sehr melodisch, auch wenn ihnen die Erhebung im oberen Bereich nicht immer guttut.

Die Höhen schließen sich dem gesamten positiven Eindruck an. Sie sind unaufgeregt und haben keine unangenehmen Peaks. Auch sibilantenreiche Songs können ihnen wenig anhaben und man muss in der Richtung schon überempfindlich sein um die Höhen als ermüdend zu empfinden. Sie sind keineswegs analytisch, aber haben trotzdem genügend Details und Separation, auch wenn es mal hektisch wird. Erstaunlich für diese Konfiguration und bei dem Preis. Bei schlechteren Quellmaterial zeigen sich die Höhen aber auch etwas reserviert und sagen sich, wenn du mir was Schlechtes anbietest, dann bekommst du das auch zurück. Das will heißen, dass sie dahingehend nicht sonderlich nachsichtig sind und es dann auch schnell artefaktisch und klirrend wird.

Die luftige und leichte Klangwiedergabe durch den gesamten Frequenzbereich spiegelt sich auch in der Bühne wieder. Diese ist annähern weit wie auch tief und liegt für den Preis über dem Durchschnitt. Die 3 Treiber lösen erstaunlich gut auf und die Frequenztrennung scheint tadellos zu funktionieren.

Outro

Es ist wirklich beachtlich was der “Außenseiter“ technisch und klanglich für uns bereithält. Ich möchte den BO-T nicht in den Himmel loben, aber es ist abgesehen von der Konfiguration eine willkommene Abwechslung, sowohl klanglich als auch optisch um die 20 €. Wobei letzteres sehr gewöhnungsbedürftig ist. Wer einer natürlichen U-Signatur sein Gehör schenken will und in dem Segment von überladendem Bass und spitzen Höhen genug hat, sollte dem BO-T1 einmal eine Chance gebe.

https://penonaudio.com/bboooll-bo-t1.html

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

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BO-T1

BO-T1

Zweite Meinung:

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