BUDGET
IN-EAR

C16

CCA

Wertung

Preis

8.2

75 €

Review published:

02/2019

Treiber

8

pro Seite

0

Dynamisch

8

Balanced

Widerstand

27 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

8.5

Mitten

8

Höhen

Empfindlichkeit

105 dB

8.2

Handling

8.5

Haptik

A

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 40000 Hz

Intro

CCA, die Tochterfirma von Knowledge Zenith, erobert mit wehenden Fahnen die Herzen der Chi-Fi-Fans. Mittlerweile haben sie drei In-Ears auf dem Markt, die im Verhältnis zu dem was sie Leisten deutlich unter dem erwarteten Preis liegen. Dabei bedienen die Drei verschiedene Ansprüche. Der C04 ist ein IEM für Bassliebhaber, der C10 bildet die perfekte Balance zwischen Spaß und audiophilen Anspruch und der C16 bietet nun alles was das wählerische Hi-Fi Herz begehrt.
Bitte tauchen sie ein in eine Welt von fantastischen Fabelwesen, majestätischen Landschaften, epischen Schlachten und ihre unsterblichen Helden … oder so ähnlich …

Handling

Bediente sich der C10 noch an der Gehäuseform des KZ ZSN, so ist diesmal der KZ AS10 bzw. AS06 an der Reihe. Dabei wirkt der C16 im Vergleich aber etwas wertiger in der Verarbeitung, da als Deckplatte Metall zum Einsatz kommt, mit einer Riffelung, die an die einige Designs von FIDUE erinnern. Dafür ist der C16 auch um einiges schwerer geraten, was dem Tragekomfort aber keinen Abbruch tut. Dieser ist wie auch beim KZ AS10 äußerst komfortabel. Da ich relativ große Ohren mein Eigen nennen “darf“, habe ich in der Tat sehr selten Probleme mit dem Tragekomfort bei In-Ears. Diese müssen sich dann schon grobe Schnitzer erlauben, wenn es um das Design, die Ergonomie, oder Verarbeitung geht.

Der C16 kommt in einer schlichten Verpackung, wie auch schon seine Vorgänger. Mit dabei sind drei verschiedene Größen der Star-Tips von KZ, ein sehr gutes Kabel mit vorverstärktem Ohrhaken und eben die CCA C16, eingebettet in Schaumstoff.
Auf den Bildern ist hierbei nicht das mitgelieferte Kabel, sondern das YINYOO 16 Core Kabel zu erkennen, was gerade in Verbindung mit dem C16 sehr zu empfehlen ist.

Bei häufigen Wechsel der Tips, verabschiedet sich schnell das Schmutzgitter, wie es auch schon beim KZ AS06 der Fall war.
Die Isolation ist außerordentlich gut, was natürlich auch abhängig von der Tipauswahl und dem Sitz ist. Ich bin kein allzu großer Fan der Starline-Tips und habe so zu meinen Complys gegriffen, aber auch zu den Spin-Fit, mit welchen ich ebenso ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis erzielt habe.
Wenn die Schutzgitter mal abhanden gekommen sind und man ins Innere des Schallröhrchens gucken kann, sieht man, dass die Schale, in der die 8 BA-Treiber liegen, eigentlich mit 3 Schallöffnungen ausgestattet ist, von denen eine mit einem Stöpsel verschlossen wurde. Das macht klanglich natürlich nichts aus, da der C16 auch offiziell nur 2 Schallwege verwendet, aber deutet darauf hin, dass es in Zukunft auch noch weitere Modelle von CCA geben könnte, mit mehr als 8 Treibern pro Seite.

Klang

Von den BA Treibern des C10, sind lediglich die BA 30095 geblieben und das gleich in doppelter Ausführung (4). Wer jetzt ein Höhenmonster erwartet, ist aber falsch gewickelt, denn von der eventuell erwarteten Härte und unangenehmen Schärfe, wie wir es manchmal bei KZ Modellen erleben, welche den 30095 als Hochtöner verwenden, fehlt jede Spur.

Die Höhen sind vergleichsweise weich, mit einer extremen Erweiterung, kristallklar und luftig, ohne ermüdend zu werden, oder die Sibilanten hervorzuheben. Will heißen, die Höhen sind wirklich ein Erlebnis auf ganzer Linie und sprechen für sich. Dabei fällt bei leistungsschwachem Output eine leichte Kompression bei informationsgeladener Musik auf, wie es zum Beispiel auch beim IKKO OH1 der Fall ist. Mit dem ZuperDAC-S an meinem Handy, hatte ich dieses Gefühl aber nicht mehr. Die Frage, die sich mir allerdings stellt, ist die Anzahl der verwendeten Treiber. Bringt das hier wirklich einen Vorteil, oder hätte es auch die Hälfte getan, um zum selben Ergebnis zu gelangen. Allerdings soll das nicht weiter stören, denn für seinen Preis, hält der C16 mit die hochauflösendsten und detailliertesten Höhen bereit, die ich bislang hören durfte, im Zusammenhang mit der entspannten Präsentation. Hier kann eventuell der TENHZ P4 Pro noch ein MY drauf setzten, aber das war es dann auch schon.

Die Mitten sind recht neutral und natürlich abgestimmt, mit einer beeindruckenden Separation und Bildgebung. Ich bin hier immer etwas hin und her gerissen, da die Mitten zum einen sehr aufgeräumt sind, im Frequenzgang linear wirken (bis auf die meist übliche Erhöhung im oberen Bereich) und vor allem knackig, mit einer angenehmen Wärme, sowie spielerischer Leichtigkeit die Klänge in unsere Ohrkanäle säuseln. Zum anderen empfinde ich sie ab und an nicht ganz so lebendig und treibend wie ich es am Liebsten habe. Das ist natürlich sehr subjektiv, denn technisch kann man den Mitten des C16 nur schwer etwas vorwerfen. Die Bühne ist großes Kino, im wahrsten Sinne des Wortes. Raumgefühl, Abbildung und Transparenz sind auf absoluten Topniveau! Dazu kommt die exzellente Auflösung, die uns kleinste Details schenkt und die natürliche Stimmenwiedergabe bei Frauen und Männern.
Ich finde die Mitten des Kanas Pro etwas emotionaler, dafür haben die des C16 die feinere Klinge.

Der Bass fügt sich sehr gut in den gesamten Klang ein, da er sich eher an Neutralität orientiert und beim C16 kein Frequenzband wirklich in den Vordergrund rückt. Das heißt man darf hier keinen Bass eines AS10, oder AS06 erwarten, geschweige denn den eines dynamischen ZS7 (DD). Der Bass ist schnell, wie es sich bei einem BA-Treiber gehört und schafft es auch in die tiefen Bereiche vor zu dringen. Er ist weder aufgebläht, noch drückt er in die Mitten. Er ist vom Hoch- bis zum Tiefbass recht linear und dazu texturiert und straff.
Dennoch fehlt es mit etwas an Druck und Punch. Klar er ist da, aber für mich zu subtil. Da mag ich es doch dynamischer und kraftvoller. Nichtsdestotrotz ist der Bass ausgezeichnet, was die Agilität und die technische Umsetzung im Gesamtklang anbelangt und darf daher von mir nicht zu hart gerichtet werden. Das Ganze geht in die Richtung eines ungemoddeteten Tin Audio T2, mit leichten Vorteilen im Attack und Struktur für den C16.

Der C16 erfreut sich über etwas mehr Power unter dem Hintern und so habe ich die besten Ergebnisse am Handy z.B. mit dem ZuperDAC-S erzielt, der einen ES9018 Chip sein eigen nennt, den Klang insgesamt etwas glättet und leicht den Bass mehr betont, im Gegensatz zum SONATA HD, welcher ebenso ein ausgezeichneter, kleiner Handy-DAC ist, der aber eher die Höhen präferiert.

Outro

Vom angegeben Preis sollte man sich nicht allzu sehr beeindrucken lassen, obwohl auch dieser schon gerechtfertigt wäre, da der C16 so gut wie dauerhaft um die 80-90 € zu kaufen ist.
Es ist interessant zu sehen, wie CCA ihre Produktreihe aufgebaut hat, was ich wesentlich transparenter empfinde als bei KZ, da auch klanglich jedes Modell etwas anderes zu bieten hat. Der C16 spricht audiophile Menschen an, die auf Neutralität setzten. Der C16 ist sicherlich kein Referenz-In-Ear, aber durch seine ausbalancierte Art ist er auf jeden Fall etwas Besonderes.
Wer druckvollen, ausgeprägten Bass bevorzugt und eher auf Spaß setzt sollte zum C04 greifen. Der C10 ist der perfekte Allrounder, wo der Spaß auch nicht zu kurz kommt. Das ist vom C16 nicht immer zu behaupten, da er bei Genres wie Rock etwas Tribut zollen muss (mein Geschmack). Doch meistens weiß er zu verzücken und zu verzaubern, wo wir wieder beim Intro und den Fabelwesen währen!

YINYOO 16 CORE: http://s.click.aliexpress.com/e/GCE6Si4
ZuperDAC-S: https://www.zorloo.com/zuperdac-s

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

C04

C04

C16

C16

C10

C10

CA16

CA16

C10 PRO

C10 PRO

C12

C12

Second Opinion:

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CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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