BUDGET
IN-EAR

CSE

CVJ

Wertung

Preis

7.2

10 €

Review published:

02/2021

Treiber

2

pro Seite

1

Dynamisch

1

Balanced

Widerstand

22 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

7

Mitten

6.5

Höhen

Empfindlichkeit

108 dB

7.2

Handling

8

Haptik

C

Value

-

Alltag

Frequenzgang

10 - 40000 Hz

Intro

CVJ hat sich nicht allzu viel Zeit gelassen um zwei neue Produkte auf dem Markt zu bringen. Der CSE und MIRROR stellen das neue Line-Up der Firma dar und sollen an die Erstlingswerk-Erfolge des CSA und CS8 (den CSN klammere ich hier mal aus) anknüpfen.
Für mich eher ein Schuss in den Ofen, was den CSE betrifft, da der CSA (mit welchem der CSE im Budgetsegment konkurriert), deutlich reifer und natürlicher klingt und nicht versucht, künstlich Dinge zu suggerieren, die keine Substanz haben.

Handling

Der CSE ist ein typischer Budget-IEM, der sich einen ähnlichen Gehäusekörper mit vielen anderen Modellen in der Preiskategorie teilt, wie dem KBEAR LARK, KZ ZSN (PRO) etc. Diese Passform ist seit einigen Jahren bewährt und trägt sich komfortabel. Besonders wertig (auch durch die Plastikfaceplate) erscheint der CSE damit nicht, aber er macht dennoch einen robusten und langlebigen Eindruck. Die Faceplate fühlt sich haptisch sogar recht interessant an durch die Riffelung.

Das Zubehör ist nicht sonderlich üppig und beschränkt sich auf das Nötigste, wie 3 Paar Silikontips und einem Budget-Kabel, wie man es auch von TRN, oder BQEYZ kennt. Allerdings bekommen wir noch einen nützlichen Stoffbeutel zur Aufbewahrung der IEMs.

Die Isolation ist gut und kann mit Foam-Tips noch einmal verstärkt werden.

Klang

Wenn der CSE der Nachfolger des CSA sein soll, dann ist einiges schiefgelaufen. Ein zugegeben etwas zu warm abgestimmter IEM (CSA) mit einer guten Tonalität wurde auf ein Mitten- und Hochton-Testosteronmonster hochgezüchtet, dem die Natürlichkeit komplett abhanden geht.

Den Bass des CSE hätte ich mir beim MIRROR gewünscht (zumindest was die Quantität anbelangt). Es würde keinen Sinn machen, eine Lobeshymne auf die Bassperformance des CSE einzustimmen, denn dieser ist gut, gerade im Budget-Bereich, aber mehr auch nicht. Er konzentriert sich mehr auf seinen Aufgabenbereich und bedrängt die Mitten nicht so stark. Das ist ehrlich gesagt in dem Fall auch schwierig, aber zumindest die unteren Mitten bleiben ebenso weitestgehend unbeeindruckt. Die Bassperformance ist eigentlich bei allen CVJ Modellen recht solide und so punktet der Bass des CSE ebenso mit einer ansprechenden Textur und Festigkeit, allerdings ohne die allergrößte Dynamik.

Der CSE ist ein kleiner Schreihals. Es ist nicht so schlimm, wie es der Graph vermuten lassen würde, aber dem CSE geht so ziemlich alles abhanden, was man in den Mitten als natürlich bezeichnen könnte. Die gute Klarheit ist hier teuer erkauft und steht für mich in keinem Verhältnis. Den Mitten fehlt es an Körperlichkeit und sie klingen übertrieben hell. Hier macht es durchaus Sinn, mal mit dem Micro-Tape (3M) zu experimentieren (2/3 Abdeckung der Schallöffnung), allerdings zeigen sich die Höhen von dem Mod recht unbeeindruckt, was dann wiederum zu einem Problem werden kann.

Die Höhen bringen eine ähnlich hohe Energie wie der MIRROR mit. Da das Verhältnis mit den Mitten jedoch ein anderes ist, sind die Sibilanten und das Blecherne im ersten Moment nicht ganz so auffällig, aber man erkennt auch hier schnell, wo der Fisch stinkt, auch wenn die Mitten natürlich ebenso ihren Teil dazu beitragen.
Ich empfinde den Hochton als künstlich und anstrengend. Viel mehr Worte gibt es hier dann auch gar nicht zu verlieren. Ja okay, sie sind recht luftig und man kann ihnen auch eine gewisse Transparenz nicht absprechen, aber natürlich klingt hier nichts und es sticht und zischelt ständig.

Die Bühne zeigt sich nach oben hin recht offen und auch das Stereobild passt. Allerdings fehlt es an Tiefe und ehrlich gesagt wirkt das "technische" Vermögen des CSE künstlich erzeugt. Klar sollte man von einem Budget-Modell keine Wunder erwarten, aber gerade im Segment für kleine Geldbeutel sollte meines Erachtens mehr auf eine korrekte Tonalität als auf technische Eigenschaften ohne Substanz gesetzt werden.

Outro

Ich habe mir wirklich etwas mehr von den neuen Veröffentlichungen von CVJ erhofft. Gerade der CSE, den ich ein bisschen als Nachfolger des CSA sehe, hätte eigentlich nur dezent an ein paar Schrauben drehen müssen, um ein exzellenter Budget-IEM zu werden. Etwas weniger Bass hier, ein klein wenig mehr Hochton da, fertig. Herausgekommen ist aber ein übertrieben heller und unnatürlich klingender IEM, der hochgezüchtet klingt und künstlich Details und Spannung erzeugen soll, was ihm nicht gelingt.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

CS8

CS8

MIRROR

MIRROR

CSA

CSA

CSE

CSE

CSN

CSN

Second Opinion:

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CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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