BUDGET
IN-EAR

A7 PLUS

HIFI WALKER

Wertung

Preis

7.8

35 €

Review published:

08/2018

Treiber

3

pro Seite

1

Dynamisch

2

Balanced

Widerstand

9 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

7.5

Mitten

7.5

Höhen

Empfindlichkeit

96 dB

7.7

Handling

8.5

Haptik

A

Value

0

Alltag

Frequenzgang

10 - 23000 Hz

Intro

Der A7 kommt im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder dem A1 mit einer Drei-Treiber-Konfiguration (1*DD & 2*BA). Das mehrere Treiber nicht gleich besseren Klang bedeuten hat uns die Vergangenheit ein ums andere Mal gezeigt. Mit den A1 war ich nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr zufrieden und war nun gespannt was ein Hybrid aus dem selben Hause leisten kann.

Grundsätzlich wurde ich nicht enttäuscht, der A7 hat klanglich viel mit seinem Bruder gemeinsam, geht aber doch zum Teil einen anderen Weg. Herausgekommen ist ein mehr als solider In-Ear, der in vielerlei Hinsicht zufrieden stellt, vor allem als Allrounder.

Handling

HIFI WALKER entsagt sich dem Trend der minimalistischen Verpackung, sondern bietet ihre A7 zusammen mit einer hochwertigen Pappschachtel, zwei Kabeln (Plus-Version), Metallcase, Kabelhilfe und verschiedenen Aufsätzen an. Das macht schon einmal Eindruck!

Die Kabel sind zudem mehr als zu gebrauchen. Das Standartkabel hat vorgebogene Silikonhaken, vergoldete MMCX-Stecker und eine Remote mit 3 Tasten, was ich immer als Mehrwert sehe (Laustärkeänderung). Das zweite Kabel ist silberüberzogen ohne Remote und soll noch einmal, durch die verlustfreiere Signalübertragung, mehr aus den In-Ears/Quelle heraus kitzeln.
Zudem sind die Kabelgeräusche weitestgehend passé, was noch ein Manko des A1 darstellte.

Die Köpfe an sich sind aus Plastik mit Softtouch und haben in der Front eine Nickel-Beschichtung, was sie noch robuster machen soll. Das sieht gut aus und erfüllt seinen Zweck! Sie tragen sich recht ergonomisch, ohne zu Drücken, oder anzuecken.

Die Isolierung ist Durchschnitt und es braucht schon etwas mehr Dampf um die A7 zu betreiben, was die Lautstärke betrifft. Das ist etwas verwunderlich, wird die Impedanz doch mit 9 Ohm angegeben, allerdings ist die Empfindlichkeit mit 98 dB eher gering.

Generell hat man das Gefühl ein wertiges Produkt in den Händen zu halten!

Klang

Kommen wir zum Klang. Hier beweisen sich die A7 als eierlegende Wollmilchsau. Sie eignen sich für alle Arten von Genres und sind somit perfekte Allrounder.
Im Vergleich zu den A1 wird es in den Höhen fast nie grenzwertig, sondern sie bleiben stehts entspannt, ohne an Detailvielfalt einzubüßen.
Auch eine breitere Bühne kann man ihnen attestieren.

Der Bass ist in den Mitten betont, wodurch die A7 recht warm erscheinen. Das war auch schon bei den A1 der Fall. Im Grunde unterscheiden sich die beiden Modelle da kaum. Er geht Tief wenn es sein muss, hält sich aber lieber etwas weiter höher auf, wo er gut und sauber drücken kann. Vor allem Bassdrums kann er sehr natürlich wieder geben.
Er geht leicht in die Mitten, da diese auch, wie in einer typischen V-Signatur, zurück genommen sind, aber das ist verkraftbar und nicht der rede Wert.

Die Mitten sind sehr ansprechend, aber manchmal eine Wundertüte. Ist der Song in einer guten Qualität verfügbar und nicht zu überladen, haben wir wunderbare Mitten, die klasse auflösen, kraftvoll, sowie detailliert sind und sehr gut separieren.
Wird es musikalisch etwas anspruchsvoller, sind Stimmen distanzierter und es wirkt instrumental leicht erdrückend. Da kommt es aber sehr stark auf die Quelle und die Musikqualität an. Auch hier ähneln sie dem A1, obwohl ich die Mitten des A7 als dynamischer und nicht so flach bezeichnen würde.

Die Höhen schaffen es die Mitten wieder aufzufangen, sollte es etwas undurchsichtig werden (was wirklich selten der Fall ist). Diese bleiben eine positive Konstante, mit einer Leichtigkeit, guter Ortung, Klarheit und einer breiten Bühne, die selbst in der Tiefe über dem Durchschnitt liegt. Das alles ohne anstrengend zu werden, nur die Sibilanten werden ganz gerne mal mitgenommen.

Outro

Müsste ich zwischen dem A1 und dem A7 wählen, würde ich mich für den A7 entscheiden. Er ist einfach etwas vollmundiger und entspannter, obwohl die V-signatur hier noch mehr hervor sticht. Sie geben sich in keinem Genre die Blöße und haben eine gute, natürliche Basswiedergabe. Nur wenn es doch einmal musikalisch zu sehr zur Sache geht und das Material eher schlecht, brechen die Mitten etwas ein.

Um eine noch höhere Wertung zu erzielen fehlt mir jedoch das kleine Etwas. Sei es Brillanz in den Höhen, mehr Sub-Bass, oder noch dynamischere Mitten. Dennoch bekommt man für sein Geld mehr als man erwarten würde.
Ein lohnender Kauf!

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

A1

A1

A6

A6

A7 PLUS

A7 PLUS

Second Opinion:

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CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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