BUDGET
IN-EAR

F1

KBEAR

Wertung

Preis

7.2

35 €

Review published:

06/2019

Geld

Treiber

1

pro Seite

0

Dynamisch

1

Balanced

Widerstand

22 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

6.5

Bass

7.5

Mitten

7

Höhen

Empfindlichkeit

105 dB

7

Handling

8.5

Haptik

B

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro

KB EAR schickt zum Einstieg ihrer Produktliste einen Single-Dynamischen Treiber und einen Single-BA Treiber ins Rennen. Letzterer schimpft sich F1 und überrascht mit seiner ungewöhnlichen Bauform. Verbaut ist ein Bellsing-Treiber, der den gesamten Frequenzbereich abdecken soll. Der F1 gibt sich gar nicht die Mühe, mit einem druckvollen, und tiefen Bass zu Punkten, sondern beschränkt sich vor allem auf die Mitten und Stimmenwiedergabe und einen gut Auflösenden Hochtonbereich. Das war bei einem einzelnen BA-Treiber in der Form auch zu erwarten, vor allem mit diesem Preisschild.

Handling

Das erste was auffällt, ist die ungewöhnliche Bauform. Diese ähnelt einer Pistole und ist komplett aus Harz gegossen. Es gibt den F1 in einer bernsteinfarbenen durchsichtigen Variante und in schwarz. Leider gibt es keine Erhebung an den Schallöffnungen, welche aus Metall bestehen, sodass nicht jeder Tip darauf hält und auch mal im Ohr stecken bleibt. Der F1 scheint im ersten Blick, durch sine Verarbeitung und Kompaktheit unkaputtbar und ich kann auch nach intensiver Benutzung nichts gegenteiliges Behaupten. Zudem sollte keiner Schwierigkeiten haben ihn einzusetzen, was übrigens mit dem Kabel nach unten, oder über das Ohr gleichermaßen gut funktioniert. Der Komfort lässt so keine Wünsche offen.

Die Verpackung gleicht der des OPAL, allerdings bekommen wir statt 3 Paar Silikontips, gleich neun an der Zahl und ein silberbeschichtetes Kupferkabel. Hier wurde also schon einmal eine Schippe draufgelegt.

Was der F1 ausgezeichnet macht, ist die Isolation. Bei richtigem Sitz dringt weder was nach außen noch nach innen, was im Straßenverkehr zur besonderen Vorsicht anhält.

Klang

Man sollte sich bewusst sein, dass man weder einen exzeptionellen Bass erwarten kann, aber dieser spielt überraschend einigermaßen tief und ist sehr sauber. Allerdings kann man ihn bei höherer Lautstärke auch in die Knie zwingen, wodurch er dann übersteuert und unhörbar wird. Übertreibt man es nicht, bekommt man einen definierten Bass, welcher vorrangig im Mittenbass agiert und den Subbereich aber dennoch erahnen lässt. Klar wünsche ich mir hier mehr Punch und mehr Basis, gerade beim Schlagzeug, oder Bassgitarren, aber ich kann dieser Leichtigkeit und Präzision durchaus ebenfalls einiges abgewinnen. Für Hip-Hop, oder Elektro eignet sich der F1 allerdings weniger.

Die Mitten sind die Stärken des F1, Stimmen werden sauber und natürlich wiedergegeben. Selten kann auch mal ein Sibilant durchrutschen, oder bei höherer Lautstärke es etwas unangenehm werden, aber dies ist eine selten auftretende Begleiterscheinung. Die Mitten sind klar und flach, ohne aber langweilig zu werden. Generell kann man hier von einer recht balancierten, flachen Signatur sprechen, welche die Mitten etwas puscht und im Hochtonbereich nach 10 kHz rasant abfällt. Das erfordert etwas Eingewöhnungszeit, wenn man aus einer klaren V-Signatur kommt, aber dann erkennt man schnell das Potenzial der Mitten.

Die Höhen haben trotz des schnellen Abfalls nach 10 kHz auch im oberen Bereich noch einiges zu bieten, und man würde ihnen subjektiv eine noch größere Erweiterung attestieren. Sie wirken luftig und Leicht, neigen aber ab und an etwas zu unangenehmen Spitzen. Der Detailgrad ist für den einzelnen BA-Treiber wirklich hoch und es macht Spaß kleinste Details in der Musik zu entdecken. Allerdings klingt es gerade im Hochtonbereich manchmal etwas zu metallisch (Becken).

Räumlich macht der F1 ebenfalls vieles richtig, auch wenn hier keine Konzerthalle zu erwarten ist. Dennoch sind Instrumente gut separiert und Stimmen wirken angenehm intim und natürlich. Dem F1 geht allerdings im Vergleich zum dynamischen Treiber etwas die Dynamik abhanden und eignet sich eher zum analytischen Hören, gerade was die Mitten und Höhen anbelangt.

Outro

Was der F1 und OPAL gemeinsam haben ist ihre recht helle Abstimmung. Der F1 wirkt aber wesentlich runder und musikalischer als der OPAL. Hier stimmt das Tuning des Single-BA-Treiber und Fans des analytischen, leisen Hörens werden hier auf ihre Kosten kommen. Der F1 ist ein günstiger, aber technisch gut gemachter Einsteiger in die Welt der Single-BAs. Er besticht durch die saubere und klare Darstellung der musikalischen Inhalte, vernachlässigt dabei aber auch nicht komplett den Tieftonbereich, was eventuell zu erwarten gewesen wäre. Man sollte jedoch immer die Lautstärke im Blick behalten. Für mich ist er durch seine Klangeigenschaften, aber auch durch das Design eine willkommene Abwechslung im Chi-Fi-Universum, um seinen Ohren auch mal andere Eindrücke zu gönnen.

Intro

KB EAR sends a Single-Dynamic Driver and a Single-BA Driver into the race to get started with its product list. The latter is scolding F1 and surprises with its unusual design. A Bellsing driver is installed, which should cover the entire frequency range. The F1 doesn't bother at all with a powerful and deep bass to score but focuses on the midrange and voice reproduction and a good resolution high frequency range. This was also to be expected with a single BA driver, especially with this price tag.

Handling

The first thing that stands out is the unusual design. It resembles a pistol and is completely cast out of resin. The F1 is available in an amber transparent version and in black. Unfortunately there is no elevation at the sound openings, which consist of metal, so that not every tip holds on to it and gets stuck also sometimes in the ear. The F1 seems unbreakable at first sight, due to its workmanship and compactness and I can't claim anything to the contrary even after intensive use. In addition, no one should have difficulty using it, which works equally well with the cable down, or over the ear. The comfort leaves nothing to be desired.

The packaging is similar to that of the OPAL, but instead of 3 pairs of silicone tips, we get nine in total and a silver-coated copper cable. So a scoop has already been put on it.

The F1's isolation is excellent. If the seat is correct, neither anything penetrates to the outside nor to the inside, which requires special care in road traffic.

Sound

You should be aware that you can't expect an exceptional bass, but it plays surprisingly low and very clean. However, you can also force it to its knees at higher volumes, making it overdrive and inaudible. If you don't overdo it, you will get a defined bass, which acts primarily in the mid bass but still gives you an idea of the sub range. Of course I wish for more punch and more base, especially on drums, or bass guitars, but I can also get a lot out of this lightness and precision. The F1 is less suitable for hip-hop or electro.

The mids are the strengths of the F1, voices are reproduced cleanly and naturally. Seldom can a sibilant slip through, or at higher volume it can be a bit unpleasant, but this is a rare side effect. The mids are clear and flat, but without getting boring. In general, one can speak here of a rather balanced, flat signature, which pushes the mids a bit and drops rapidly in the high frequency range after 10 kHz. This takes some time to get used to if you come from a clear V-signature, but then you quickly recognize the potential of the mids.

Despite the fast drop after 10 kHz, the highs still have a lot to offer in the upper range, and subjectively one would attest them an even greater expansion. They look airy and light, but occasionally tend to have unpleasant peaks. The level of detail is really high for the single BA driver and it's fun to discover the smallest details in the music. However, especially in the high frequency range it sometimes sounds a bit too metallic (cymbals).

In terms of space, the F1 also does a lot right, even if no concert hall is to be expected here. Nevertheless, instruments are well separated and voices are pleasantly intimate and natural. Compared to the dynamic driver, however, the F1 lacks some dynamics and is more suitable for analytical listening, especially when it comes to mids and highs.

Outro

What F1 and OPAL have in common is their quite bright tuning. But the F1 sounds much rounder and more musical than the OPAL. Here the tuning of the single BA driver is right and fans of analytical, quiet listening will get their money's worth. The F1 is a cheap, but technically well done entry-level single BA. It impresses with its clean and clear presentation of the musical content, but also does not completely neglect the low frequency range, which might have been expected. But you should always keep an eye on the volume. For me it is a welcome alternative in the Chi-Fi universe because of its sound characteristics, but also because of its design, in order to treat the ears to other impressions.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

DIAMOND

DIAMOND

KB06

KB06

F1

F1

KS2

KS2

Hi7

Hi7

LARK

LARK

KB04

KB04

OPAL

OPAL

Second Opinion:

Second Opinion