BUDGET
IN-EAR

OPAL

KBEAR

Wertung

Preis

6.4

25 €

Review published:

06/2019

Hifigo.jpg

Treiber

1

pro Seite

1

Dynamisch

0

Balanced

Widerstand

16 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

7

Bass

5.5

Mitten

6

Höhen

Empfindlichkeit

102 dB

6.2

Handling

8.5

Haptik

C

Value

-

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro

KB EAR ist neu auf dem Markt und hängt wohl mit der Firma KINBOOFI zusammen. Ihre ersten beiden Modelle sind jeweils ein Single-Dynamischer Treiber “OPAL“ und ein Single-BA-Treiber “F1“.
Allerdings haben sie mittlerweile mit dem KB10 einen weiteren reinen 5-BA-In-Ear mit im Portfolio, welcher optisch dem CCA A10 und KZ AS16 ähnelt und zudem sich die Treiber mit dem CCA A10, KZ AS10, KZ BA10 und den TRIPOWIN TP10 teilt. Zurück zum OPAL: dieser ähnelt optisch In-Ears wie dem GEEKWORLD GK3, oder YINYOO A8, hat aber klanglich etwas mehr zu bieten, ist aber keine neue Budget-Offenbarung. Laut Hersteller soll auch in naher Zukunft noch einmal eine überarbeitete Version erscheinen, welche tonal noch einmal nachgebessert werden soll, aber es bleibt abzuwarten, ob sie wirklich diesen Aufwand betreiben.

Handling

Das Gehäuse ist recht gewöhnlich und zielt nicht auf die momentan so beliebte Customform ab, sondern ist einfacher gehalten. Dennoch trägt der Opal sich äußerst angenehm, was dem Gewicht, aber auch der grundsätzlich ergonomischen Passform geschuldet ist.
Optisch wird durch das äußerliche Carbonmuster, was sich wie ein Wackelbild verändern lässt und den vergoldeten Schallöffnungen ein Highlight gesetzt.

Die mitgelieferten Accessoires sind ähnlich spartanisch wie bei Knowledge Zenith, oder CCA, aber mehr braucht es im Grunde auch eigentlich nicht. Wir bekommen 3 Silikonaufsätze in verschiedenen Größen und ein akzeptables 4-Kerne-MMCX-Kabel aus Kupfer.

Die Isolation ist durchschnittlich gut, schirmt einen schon bei moderater Lautstärke von der Außenwelt ab und belästigt zudem nicht die Nachbarn, wenn man es mit der Lautstärke nicht übertreibt, was bei den Klangeigenschaften aber auch nicht zu empfehlen ist.

Klang

Der OPAL ist klanglich recht hell abgestimmt und wirkt was das Tuning betrifft recht unnatürlich, vor allem in den Mitten.

Der Bass ist schnell und präzise und weist etwas mehr Output im Sub-Bass als im Mitten-Bass auf. Er wirkt balanciert, hat aber nicht den Druck, um auch Bass-Heads glücklich zu stimmen. Dazu fällt er gerade im Mittenbass recht schnell wieder zusammen, was eher an einen BA-Treiber erinnert. Dadurch klingt der OPAL manchmal etwas dünn und schwach auf der Brust. Wer einen etwas milderen und schnellen Bass bevorzugt, wird sich mit der Basspräsentation des OPAL aber anfreunden können.

Die Mitten weisen im oberen Bereich einen deutlichen Peak auf, welcher Stimmen recht hart und schreiend klingen lässt. Das ist aber auch sehr lautstärkeabhängig. Dazu fehlt es ihnen an Wärme und Volumen durch den zurückgenommen tieferen Mittenbereich und durch die zurückhaltende Präsentation des Basses. Das setzt die Stimmen mehr in den Hintergrund, wodurch es ihnen an Intimität mangelt und so können die Mitten nicht gerade mit einer natürlichen Musik-/Stimmenwiedergabe glänzen. Das spiegelt sich auch in der Bühne wider. Diese ist auffällig breit und bietet anfangs ein positives Überraschungsmoment, aber irgendwie klingt alles nach einer Weile recht distanziert und merkwürdig. So entsteht eine etwas strange Stereoabbildung, an welche man sich jedoch gewöhnen kann.

Wie auch die Mitten, gehen die Höhen oftmals in den heißen Bereich. Erstaunlicherweise sind dabei nicht die Sibilanten betroffen, aber es wird häufig schon recht spitz und unangenehm, wenn man bei seinem Lieblingssongs die Lautstärke etwas zu sehr aufdreht, bzw. eigentlich so laut hören möchte, wie man es gewohnt ist. Die Detailwiedergabe ist nicht der Rede wert und bestenfalls durchschnittlich. Dazu sind die Höhen etwas zu hell geraten, ohne dem OPAL aber im Hochtonbereich Brillanz zu verleihen. Es trägt auch nicht positiv zu fehlenden wärme im Mittenbereich bei. Aber in meinen Augen spielen sie ein klein wenig akkurater und natürlicher als die Mitten.

Outro

Wenn man den OPAL zum ersten Mal hört, erwartet man nicht unbedingt, dass sich ein dynamischer Treiber darin versteckt. Es klingt eher wie ein BA-Treiber, der aber nicht in der Lage ist den gesamten Frequenzbereich komplett abzubilden. Dadurch klingt der OPAL dünner, emotionsloser und heller, als man es von einem dynamischen Treiber gewohnt sein könnte. Wer einen helleren Klang, mit tightem Bass, der im Sub-Bereich ordentlich agiert, und betonten oberen Mitten bevorzugt (es gibt für alles und jeden einen Abnehmer), kann durchaus einen Blick riskieren. Es gibt aber in dem Preissegment deutlich bessere Alternativen!

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

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F1

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OPAL

OPAL

Hi7

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KB06

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Zweite Meinung:

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