BUDGET
IN-EAR

SIF

KINERA

Wertung

Preis

7.9

35 €

Review published:

03/2020

Treiber

1

pro Seite

1

Dynamisch

0

Balanced

Widerstand

32 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

7.5

Mitten

8

Höhen

Empfindlichkeit

110 dB

7.8

Handling

8.5

Haptik

A

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro


Der KINERA SIF ist ein Budget-IEM und weiß in diesem Rahmen auch wirklich zu überzeugen. Vor allem die Bühne hat es mir angetan. Ebenso kann man den Bass hier positiv herausstellen, wenn man etwas mehr Quantität zu schätzen weiß.
Für mich ist er durchaus eine Empfehlung, wenn auch keine uneingeschränkte.

Handling


Der SIF wird in einer ungewöhnlichen, sechseckigen Verpackung geliefert. Darin sind neben dem SIF ein gutes, silberüberzogenes, recht dünnes MMCX-Kabel, eine Transportbox und eine Tipauswahl. Die Tip-Kompatibilität ist etwas tricky, was sich vor allem bei Foamtips bemerkbar macht. Die Schallröhrchen sind etwas kurz und dünner als gewöhnlich. Hier funktionieren engere Silikontips besser.

Der Tragekomfort ist durch das leichte Plastik und Bauform sehr angenehm, nur in der Verarbeitungsqualität könnte man etwas Kritik üben, da die beiden Gehäusehälften gut voneinander zu unterscheiden sind, und diese keine perfekte Symbiose, durch den sichtbaren Spalt bilden.
Die Isolation ist zudem auch ohne Musik ganz gut, aber keinesfalls eine Abschottung von der Umwelt.
Dazu muss man dann schon den Playknopf drücken, allerdings braucht es keine übermäßige Lautstärke. Generell ist der SIF recht einfach anzutreiben und dies trotz des scheinbar hohen Widerstandes auf dem Papier.

Klang

Man sollte doch meinen, dass im Alter (ich bin ja jetzt immerhin 30 :D) das Gehör an Sensibilität abnimmt. Bei mir beobachte ich das Gegenteil, denn gerade im oberen Mittenbereich und in den Höhen bin ich gefühlt nicht mehr ganz so tolerant, wie noch vor einiger Zeit. Sicherlich hat das auch mit der Umgewöhnung des Gehörs zu tun und natürlich auch den weitreichenderen Einblick in ausgefeilteres Tuning. Zu Beginn meiner Rezensionstätigkeiten, waren zum Beispiel noch die Modelle von Knowledge Zenith bei mir hoch im Kurs. Mittlerweile wurden diese bewertungstechnisch doch etwas verdrängt und ich wurde eines besseren belehrt.
Ebenso stelle ich fest, dass bei In-Ears auch selten das Rad neu erfunden wird, sondern sich In-Ears, verschiedenster Marken auch sehr ähneln.
Ich weiß, das ist jetzt alles nicht die Erkenntnis des Tages, aber ich nun ist es raus :)

Zurück zum SIF:

Der Bass des SIF ist sowohl was die Quantität betrifft, als auch die Qualität gut gelungen. Ich habe zum KINERA-Internen Vergleich den BD005 und den K5 zur Hand und in dem Kontext, bringt der SIF den größten Impakt und Tiefgang mit. Er bringt Spaß in die Signatur, könnte aber etwas schneller agieren. Durch den milden Basseinfluss auf die Mitten, dickt er diese im unteren Bereich etwas auf und gibt ihnen Wärme auf den Weg, was diese manchmal bei Männerstimmen leicht hohl erscheinen lässt, aber nicht im Übermaß Details verdeckt. Für mich ist der Bass zusammen mit der großartigen Bühen, das Highlight des SIF.

Durch den Bass leicht aufgedickt, kontern sie dies mit einer großzügigen Anhebung im oberen Bereich, das macht sie heller und je nach Recording auch leicht metallisch. Stimmen treten etwas in den Hintergrund, verschwinden jedoch nicht im Mix. Mir geht bei den Mitten etwas die Natürlichkeit abhanden, da für mich der Mittenbereich auch etwas disharmonisch erscheint. Das ist jedoch sehr subjektiv und Songabhängig. Mich zieht es in letzter Zeit auch mehr zu mittenzentrierten IEMs, wo der Unterschied zur V-Signatur dann doch immer recht stark zur Geltung kommt und eine Umgewöhnung verlangt.

Die Höhen bringen Leichtigkeit in die Signatur und helfen den Mitten aufzuklaren. Sibilanten können bei machen Songs zum Problem werden, allerdings gibt es keine unnötige Härte im oberen Bereich. Ich bilde mir ein, dass die Höhen in seltenen Fällen etwas blechern klingen können, was zum Beispiel beim Schlagzeug auffällt. (Mir ist klar das Becken aus Metall bestehen und dies klanglich nun mal in ihrer Natur liegt, allerdings hab ich ein Schlagzeug schon einmal natürlicher gehört).
Dennoch bringen die Höhen durch ihre lockere, detaillierte und transparente Art Schwung in die Bude.

Mit das Beste am SIF sind Tiefe und Breite der Bühne. Im Hinblick eines einzelnen Treibers, macht es den Umstand noch bemerkenswerter und unterstützt natürlich auch enorm die Verteilung der Instrumente im Raum.

Outro

Der KINERA SIF ist ein sehr guter dynamischer Vertreter unter 50 €. Er bestickt durch einen sauberen, prominenten Bass und Spritzigkeit in den Höhen. Die Mitten könnten etwas homogener sein und generell die Signatur etwas glatter. Die Durchhörbarkeit auf lange Sicht ist gegeben, auch wenn sie mir auf Dauer etwas zu hell werden. Die üppig dimensionierte Bühne lässt zudem über die leichten Schwächen wohlwollend hinweg sehen.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg
BD005

BD005

SIF

SIF

Zweite Meinung:

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