BUDGET
IN-EAR

DB3

NICEHCK

Wertung

Preis

7.7

18 €

Review published:

10/2019

Treiber

3

pro Seite

2

Dynamisch

1

Balanced

Widerstand

16 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

7.5

Bass

7.5

Mitten

7.5

Höhen

Empfindlichkeit

106 dB

7.5

Handling

8.5

Haptik

Z

Value

+

Alltag

Frequenzgang

20 - 22000 Hz

Intro

Der DB3 ist ein Hybrid mit zwei dynamischen und einen BA-Treiber. Diese Konfiguration hat schon beim REVONEXT QT2/2s sehr erfolgreich funktioniert und ist auch beim DB3 eine starke Kombination. Dazu sind 18 € eine klare Ansage an die Konkurrenz, denn für unter 20 € hat mich zuletzt nur der SENFER DT6 wirklich vom Hocker gerissen.

Handling

NICEHCK geht mit dem Design des DB3 keine neuen Wege, sondern orientiert sich an dem üblichen universellen In-Ears auf dem Markt, bzw auch an ihrem eigenen Modellen, wie dem NX7. Das heißt wir bekommen einen kleinen, recht leichten In-Ear, der mit guter Passform, Haptik und sicherem Halt im Ohr überzeugen kann. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Leichtmetallfrontplatte gibt dem DB3 ein wertiges Erscheinungsbild mit Wiedererkennungsmerkmal.

Bei den Accessoires greift NICEHCK nicht sonderlich in die Trickkiste, sondern beschränkt sich auf das nötigste. Das Kabel ist allerdings nicht sonderlich glücklich gewählt, aber erfüllt seinen Zweck. Auch wenn der DB3 nur 18 € kostet, sollte man sich eventuell überlegen ein zusätzliches Kabel zu besorgen, wie das NICEHCK C16, welches nicht nur für den DB3 eine Aufwertung darstellt.

Die Isolation ist gerade mit Foamtips, oder gut passendes Silikontips sehr gut.

Klang

Der DB3 ist verdammt musikalisch und ist einfach ein perfekter Allrounder durch alle Genres hinweg.

Der Bass ist klar angehoben, auch wenn man die Möglichkeit hat ihn mit der Tip-Auswahl zu beeinflussen. Das macht ihn aber nicht boomig, oder übertrieben, obwohl manchen der Mittenbass etwas zu dominant sein könnte. Er hat einfach einen satten Klang, mit guten Punch, ohne schwammig zu werden. Er klingt dazu recht natürlich, auch wenn er der Signatur mehr Wärme verleiht als dass man von Neutralität sprechen könnte. Das ist aber auch nicht der Anspruch des DB3.
Mir mach der Bass wirklich Spaß, da er trotz dem Impact nicht viel an Genauigkeit und Details einbüßt. Bassheads können hier glücklich werden, da er mit Equalizer nochmal eine Schippe rauf setzt, ohne dem Rest zu überschatten.

In einer Drei-Treiber-Konfiguration hat man oftmals nur einen dynamischen Treiber und dazu zwei BA-Treiber, welche sich um die Mitten und die Höhen kümmern. Beim DB3 übernimmt die Mitten aber ein dynamischer Treiber, auch wenn natürlich in den oberen Mitten der BA-Treiber übernimmt, ohne das man den Übergang jedoch wahrnimmt. Das macht den DB3 homogen, über den Frequenzgang hinweg. Die Mitten klingen dynamisch und natürlich. Es sind keine Peaks festzustellen, oder andere unangenehme Ausrutscher. Stimmen sind richtig gut im Raum positioniert. Sie stehen etwas im Vordergrund, was auch zu meiner Präferenz gehört, springen einem aber nicht ins Gesicht. Männer und Frauen klingen gleichermaßen natürlich. Gerade in den Mitten wirkt der DB3 musikalisch, sodass es einem beim Musikhören ein Lächeln ins Gesicht zaubern und unweigerlich zum Mitwippen bewegen kann. Die Mitten sind zwar in der V-Signatur etwas zurück genommen, aber hier muss man ganz klar unterscheiden was auf dem Papier als Frequenzgang abgebildet wird und was man in Wirklichkeit hört. Mir gefällt’s!

ich finde es eine clevere Entscheidung die Höhen in de Hände eines BA-Treibers zu legen, denn dieser ist fein Abgestimmt. Keine Sibilantenbetonung und dennoch eine reichhaltige Detaildarstellung und räumliche Abbildung. Der DB3 überzeugt mit einer Grundleichtigkeit wie er die Höhen und generell die Musik präsentiert. Es wirkt nicht zu dick aufgetragen, trotz Bassbetonung und auch nicht angestrengt wenn es mal hektischer wird. Klar ist der DB3 kein analytischer In-Ear, aber dennoch hat er eine sehr gute Auflösung und eine überzeugende Dynamik und eine stimmige, harmonische Abstimmung, was sich in den Höhen wunderbar widerspiegelt

Der DB3 ist weder zu intim, noch hat er die Bühne der Elbphilharmonie. Dennoch schafft er ein angenehmes Gefühl der weite und auch in der Tiefe wirkt er keinesfalls klaustrophobisch. Für das was er sein will ist die Bühne als auch die Separation wirklich gelungen, auch wenn da natürlich noch Spielraum nach oben ist.

Outro

18 € für einen musikalischen, natürlich klingenden Allrounder mit guter Auflösung, feiner Abstimmung und Überdurchschnittlicher Erweiterung in beide Richtungen und angenehmer Bassbetonung? Hier kommt der DB3!

Für mich gibt es hier wenig zu kritisieren, bis vielleicht auf das mitgelieferte Kabel. Selten übertreibt es der Bass dann doch mal, aber gerade für aktuelle Chartmusik ist der DB3 eine sehr gute Wahl. Etwas mehr Klarheit und Definition würde ich mir noch wünschen, aber wie gesagt, für 18 € muss man die Kirche auch mal ein bisschen im Dorf lassen!
Für mich eine sichere Empfehlung, wenn man nicht bassscheu ist, oder lieber analytisch hört. Klanglich vielleicht sogar die bessere Alternative zum Revonext QT2!

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

BRO

BRO

EP35

EP35

DB3

DB3

P3

P3

EB2

EB2

EP10

EP10

Zweite Meinung:

CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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