BUDGET
IN-EAR

OM1

OPERAFACTORY

Wertung

Preis

6.3

30 €

Review published:

10/2018

Treiber

1

pro Seite

1

Dynamisch

0

Balanced

Widerstand

16 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

7.5

Bass

5

Mitten

6

Höhen

Empfindlichkeit

110 dB

6.2

Handling

8

Haptik

C

Value

-

Alltag

Frequenzgang

5 - 40000 Hz

Intro

Der OperaFactory OM1 gibt sich selbstbewusst als Monitor für die Bühne aus und verspricht einen "Super Bass". Da verspricht er allerdings nicht zu viel. Der OM1 ist ein klassischer V-Signatur In-Ear, mit rockigem Design und prima Tragekomfort.

Handling

Bei Bestellung erhalten wir eine runde, hohe Pappschachtel mit dem Slogan "On The Road" in Graffitischrift. In der Schachtel erwarten uns ein rotes 4-Kerne-Kabel ohne Remote/Mikrofon und die In-Ears. Diese haben ein individuelles Design und setzen sich so etwas von der Masse ab, was ich als Positiv empfinde. Man merkt das der OM1 wirklich auf Musiker abzielt und somit auch für den Bühneneinsatz.

Ob sich dieser auch klanglich dafür eignet, gilt es noch zu klären.
Der Verarbeitung und Haptik spricht aber schon einmal für den OM1. Dazu das flexible Kabel, welches allerdings einen neuen Adapter einführt, wie wir es schon bei den neuen KZ ZSN gesehen haben (2-Pin mit herausstehenden Stecker am In-Ear und Umfassung am Kabel), wodurch das abbrechen der Pins nahezu unmöglich gemacht wird. Der OM1 trägt sich sehr angenehm und durch die robuste Verstärkung der Ohrbügel, sitzen sie ausgesprochen sicher. Die Isolation ist ausgezeichnet, was für den Bühneninsatz ebenso von großer Bedeutung ist.

Wer es insgesamt etwas ausgefallener/auffälliger mag, wird sich schnell mit dem Design des OM1 anfreunden.

Klang

Der OM1 beglückt uns mit einer warmen V-Signatur, welche an und für sich nichts besonderes ist, da schon tausend mal so, oder so ähnlich gehört, aber das heißt ja nicht, dass dieser In-Ear kein Spaß macht. Auch eine gute V-Signatur muss man erst einmal hin bekommen.

Der Bass ist dabei allerdings für meinen Geschmack etwas zu betont geraten. Er dominiert den gesamten Klang etwas zu sehr. Dabei ist er ausgesprochen detailliert und hochauflösend im tiefen Bereich. im Mitten-Bass neigt er dann doch dazu anstrengend zu werden und attackiert die Mitten. Dennoch kann er einem Schlagzeug oder Bassriffs richtig Impakt geben und somit jeglicher Art von Rockmusik, oder Metall Tiefgang, Lebendigkeit und einfach Bums verleihen. Ich würde den höheren Bassbereich etwas eindämmen um den Mitten mehr Platz zu bieten.

Diese sind signaturtypisch zurück genommen und sind ehrlich gesagt nicht gerade das Steckenpferd des OM1, zumindest bei dem Bass. Gitarren klingen wunderbar voll und dynamisch, nur kommen die Stimmen dagegen leider nicht mehr an, wenn es mal komplexer wird. Ich hätte mir dazu etwas mehr Schwung in den höheren Mitten gewünscht um die Stimmen wieder nach vorne zu hohlen und auch die Gitarren knackiger zu machen. Dies lässt sich aber einfach durch einen Equalizer anpassen. Man muss dazu auch erwähnen das der OM1 versucht, dass gesamte Frequenzspektrum mit einem dynamischen Treiber abzudecken. Das geht jedoch auch besser.

Die Höhen sind sehr entspannt und ohne nennenswerte Peaks. Sie versuchen sich, genau so wie die Mitten, dem Bass entgegen zu stellen, was ihnen etwas besser gelingt und sie mehr scheinen können.
Details sind auszumachen und auch die Separation funktioniert, ist allerdings bestenfalls Mittelmaß. Dazu ist die Bühne eher intim.
Im Grunde kann man die Signatur ferner auch als L-Förmig bezeichnen.

Outro

Sind die OM1 nun wirklich für die Bühne geeignet?
Ich würde sagen bedingt und auch davon abhängig was man für Möglichkeiten hat. Besteht die Möglichkeit sich einen eigenen Monitormix zu erstellen und den auch noch durch einen Equalizer zu jagen, dann auf jeden Fall. Andernfalls würde ich die IEMs Bassisten und vor allem Schlagzeugern empfehlen, denn in dem Bereich spielen die OM1 wirklich gut auf und viele Stickschwinger werden daran Freude haben mit den OM1 die Bassdrum zu treten. Das Design ist dabei ebenso Bühnentauglich, sowie die Haptik der Kopfhörer.

Ansonsten seien diese In-Ears allen anderen ans Herz gelegt, die gerne Rock hören und Bass lieben. Auf Dauer ist es mir persönlich zu viel, denn auch Bass kann irgendwann ermüdend sein.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

OM1

OM1

Zweite Meinung:

CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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