BUDGET
REVIEW

H27

SHUOER

Wertung

Preis

8.2

90 €

Review published:

03/2020

Geld

Treiber

3

pro Seite

1

Dynamisch

2

Balanced

Widerstand

10 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

8

Mitten

8

Höhen

Empfindlichkeit

108 dB

8

Handling

9

Haptik

A

Value

+

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro

Das SHUOER was von In-Ears versteht, haben sie eindrucksvoll mit dem TAPE bewiesen. Für manche ist er das Nonplusultra, für mich ist er einfach nur sehr gut, mit Luft nach oben im Mittenbereich. Umso gespannter war ich, ob der H27 den geweckten Qualitätsanspruch an die Firma standhält. Das tut er!

Handling

Die Verpackung gleicht der des TAPE. Eine zylindrische, orangene Box mit einer aufgedruckten Klaviertastatur. Auch der Inhalt ist identisch bis auf das Kabel, welches etwas dicker, silber und zweiadrig geflochten ist. Qualitativ aber auf demselben hohen Niveau wie das Kabel des TAPE.
Ebenso steht eine 6 paarige Tipauswahl zur Verfügung.

Beim Design jedoch geht Shouer weg von "ausgefallen" und "ergonomisch nicht optimal", hin zu “gewöhnlich“, schlicht und Tragekomfort. Finde ich den sicheren und besseren Weg, denn ich bevorzuge eher Tragekomfort, als das ich Prinzessin Lillifee, oder im Falle des TAPEs eine Kassette im Ohr habe.

Kurzum, der H27 trägt sich wesentlich angenehmer als der TAPE und fühlt sich wertig an. Ich bin auf keinen Fall spießig und freue mich immer über außergewöhnliche Designs und Modelle, allerdings sollten Klang und Komfort im Vordergrund stehen.

Klang

Ich muss gestehen, dass sich der TAPE und der H27 schon im Klang unterscheiden, man beide allerdings auch A/B hören kann und nach einer Weile vergisst, dass es sich um verschiedene Modelle handelt. Das ist aber auch der Gabe unseres Gehirns zu verdanken sich anzupassen und Dinge aus-, bzw. anzugleichen.

Der Bass ist nicht ganz so prominent wie beim TAPE. Allerdings bleibt er sich damit treu und ist nicht so “inkonstant“ wie beim TAPE was seinen Impact anbelangt. Das ist beim TAPE jedoch keine negative Kritik, sondern eher positiv zu verstehen, dass er sich dynamisch an das Musikstück anpassen kann. Der H27 zieht im Vergleich sein Ding durch, fährt damit etwas sicherer und macht seine Aufgabe auch gut. Bassheads werden hier nicht ihre Freude haben, aber der Bass hält eine gute Balance im tiefen Frequenzbereich und gibt der Musik ausreichend Wärme. Etwas dicker dürfte er für meinen Geschmack jedoch schon auftragen. Er ist recht weich, ohne aber schwammig zu werden.

Die Mitten sind nach meiner Ansicht besser gelungen als beim TAPE. Nicht weil sie mehr Details zu Tage fördern, oder besser Auflösen. Eher im Gegenteil, aber sie haben eben nicht diese unterschwellige Schrillheit. Ebenso wirken sie für mich etwas gradliniger, gerade im tieferen Mittenbereich. Klanglich hat der TAPE jedoch mehr zu bieten, aber auf welche Kosten?
Ich bin sehr zufrieden wie der H27 die Dinge angeht und dass er den sicheren Pfad bevorzugt. Manchmal ist weniger einfach mehr. Ab und zu ist es mir dennoch etwas zu dünn, aber wenn man ne Weile den BGVP DMS gehört hat, erscheint einem alles zu dünn ;) Spaß beiseite, ein bisschen mehr Körper würde den Mitten unten rum gut stehen, was aber auch dem braveren Bass geschuldet ist. So besticht der H27 mehr mit soften, klaren Mitten, welche ebenso weitestgehend sibilantenfrei sind.

Die Höhen sind klar und haben eine moderate Erweiterung. Detailgrad und Auflösung sind auf einem sehr guten Niveau. Hier ziehen sie im Vergleich zum TAPE jedoch den Kürzeren, allerdings macht sie das auf lange Zeit auch entspannter. Sie wirken homogener im gesamten Klangbild und bringen vor allem eine angenehme Luftigkeit mit sich. Man hört, dass hier BA-Treiber arbeiten, allerdings wird es nicht unnatürlich, oder metallisch. Ein sicherer Weg für Höhenempfindliche, die jedoch nicht Transparenz und Details missen möchten, aber drauf verzichten können zu hören, wie Schneeflocken auf den Boden fallen.

Kommen wir zu dem, wo der H27 wirklich überzeugen kann und das ist die 3D-Darstellung. Die Instrumente sind wunderbar separiert und es wird ein weiter und tiefer Raum außerhalb des Kopfes erzeugt. Wirklich erstaunlich!

Outro

Welcher ist nun besser, der TAPE, oder der H27? Das kommt wie so oft auf die persönlichen Vorlieben an. Der TAPE ist sicherlich der aufregendere von Beiden und gerade im Hochton sehr pegelfest und außerordentlich Hochauflösend. Der H27 wählt den enspannteren Weg im gesamten Frequenzbereich, ohne aber langweilig zu werden. Vor allem die dreidimensionale Darstellung beeindruckt mich. Müsste ich mich entscheiden, würde ich auf lange Sicht zum H27 greifen (unabhängig von dem günstigeren Preis), aber es gibt ebenso genügen Argumente die für den TAPE sprechen, welchen ich technisch und klanglich vorne sehe, aber die Alltagstauglichkeit leidet.

Intro

That SHUOER understands about in-ears, they have impressively proven with the TAPE. For some people it is the ultimate, for me it is just very good, with air up in the mids. So I was really curious to see if the H27 would stand up to the awakened quality demands on the company. It does!

Handling

The packaging is similar to that of TAPE. A cylindrical, orange box with a printed piano keyboard. The contents are also identical except for the cable, which is a little thicker, silver and two-core woven. Qualitatively however on the same high level as the cable of the TAPE.
There is also a choice of 6 pairs of tips available.

In terms of design, however, Shouer moves away from "fancy" and "ergonomically not optimal" to "ordinary", simple and comfortable to wear. I find this to be the safer and better way, because I prefer wearing comfort rather than wearing Princess Lillifee, or in the case of the TAPE a cassette in the ear.

In short, the H27 is more comfortable to wear than the TAPE and feels valuable. I'm by no means bourgeois and always enjoy unusual designs and models, but sound and comfort should be the main focus.

Sound

I have to admit that the TAPE and the H27 differs in sound, but you can hear both A/B and after a while you forget that they are different models. But this is also due to our brain's ability to adapt and to balance things.

The bass is not quite as prominent as on the TAPE. However, it keeps to itself and is not as "inconstant" as the TAPE in terms of its impact. This is not a negative criticism of the TAPE. I think it's good that he can adapt dynamically to the music. In comparison, the H27 does its own thing, drives a bit more safely and does its job well. Bassheads won't have their fun here, but the bass keeps a good balance in the low frequency range and gives the music enough warmth. Nevertheless, the bass could be a bit thicker for my taste. It is quite soft, but without getting mushy.

In my opinion, the mids are better than on the TAPE. Not because they show more details or better resolution. Rather the opposite, but they don't have that subliminal shrillness. They also seem a bit more straightforward to me, especially in the lower midrange. Soundwise, the TAPE has more to offer, but at what cost?
I'm very pleased with the way the H27 does things and that it prefers the safe path. Sometimes less is simply more. Every now and then it's still a bit too thin for me, but after listening to the BGVP DMS for a while, everything seems too thin ;) Seriously, a little more body would suit the midrange, but that's also due to the braver bass. So the H27 impresses more with soft, clear mids, which are also almost sibilant free.

The trebles are clear and have a moderate extension. Detail and resolution are on a very good level. In comparison to the TAPE, however, they lose out here, although this makes them more relaxed for a long time. They appear more homogeneous in the overall sound image and above all bring a pleasant airiness. You can hear that BA drivers work here, but it doesn't become unnatural or metallic. A safe way for those who are sensitive to high frequencies, but don't want to miss transparency and details, but can do without hearing snowflakes falling to the ground.

Let's get to the point where the H27 is really convincing and that's the 3D imaging. The instruments are wonderfully separated and a wide and deep space is created outside the head. Really amazing!

Outro

Which is better, the TAPE or the H27? As so often, it depends on personal preferences. The TAPE is certainly the more exciting of the two and especially in the high frequencies very stable and extraordinarily well-defined. The H27 chooses the more relaxed way in the whole frequency range without getting boring. Especially the three-dimensional presentation impresses me. If I had to decide, I would go for the H27 in the long run (regardless of the lower price), but there are also enough arguments in favour of the TAPE, which I see in front in terms of performance and sound, but the suitability for everyday use suffers.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

H27

H27

S10

S10

TAPE

TAPE

TAPE PRO

TAPE PRO

Second Opinion:

Second opinion