BUDGET
IN-EAR

NO.3

TFZ

Wertung

Preis

8.3

99 €

Review published:

03/2020

Company.png

Treiber

1

pro Seite

1

Dynamisch

0

Balanced

Widerstand

20 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8.5

Bass

8

Mitten

8

Höhen

Empfindlichkeit

105 dB

8.2

Handling

9

Haptik

A

Value

0

Alltag

Frequenzgang

5 - 40000 Hz

Intro

Der TFZ No.3 ist ein single-dynamischer IEM, der bereits ein gewisses Maß an Popularität erlangt hat, vor allem bei Bassliebhabern.
Auch mir macht er Freude, allerdings ist er immer etwas an der Grenze im Mitten und Höhenbereich.
Für mich ist er, wenn überhaupt, nur eine leichte Verbesserung zum T2 GALAXY und auch keine lebensverändernde Erfahrung, aber ein Allrounder-IEM der vieles richtig macht.

Handling

Das Verpackungsdesign und deren Inhalt ist bei dem Großteil der TFZ Produkte immer recht ähnlich, wenn nicht gleich. Auch hier bekommt man eine längliche, rechteckige Verpackung mit einer Tip-Auswahl aus Silikon und einer Transporttasche. Positiv fällt mir hier das Kabel auf. Das ist nicht der tägliche Einheitsbrei den wir meist zu Gesicht bekommen, sondern mal etwas anderes und dabei immer noch sehr anwenderfreundlich.
Es neigt nicht zum Verheddern, fällt gut und ist sehr strapazierfähig. Es besteht aus zwei Strängen, welche vollständig von einem durchsichtigen Mantel umschlossen sind. Zudem fühlt sich das Kabel gut an. Die 2-Pin-Verbindung ist zwar nicht universell, aber das Kabel lässt sich auch mit anderen In-Ears verwenden, welche die 2-Pin-Verbindung nach außen gestülpt haben.

Der TFZ No.3 ist sehr leicht (im Gegensatz zum GALAXY II) und trägt sich auch sehr gut. Die Isolation ist für den normalen Alltag völlig ausreichend und eignet sich auch für den Bühneneinsatz.

Klang

Der No.3 wird ja häufig auch als bassheadfreundlicher IEM bezeichnet, was ich nachvollziehen kann, aber nicht darauf beschränken möchte. Der Bass ist klar betont, aber dennoch harmoniert er gut mit den Mitten und Höhen. Er hat einen guten Punch und ansprechende Sub-Erweiterung. Dennoch ist er nicht aufdringlich, oder übermannend, sondern hat sich größtenteils unter Kontrolle. Selten kann er aber auch etwas wummern.
Der Bass macht Spaß, weiß aber auch mit Details und weitestgehend akkurater Spielweise zu gefallen. Zum absoluten Basshead-Level fehlt mir aber etwas die Ohrmassage und auch die Tightness.
Er mischt sich zwar in die Mitten ein, aber überlagert diese nicht negativ. Er spendet ihnen Körper und Wärme, was Stimmen emotionaler gestaltet, lässt den tieferen Mitten aber auch noch etwas Platz zum Atmen.

Grundsätzlich sind die Mitten entspannt, natürlich, und tendieren zu einer eher helleren Präsentation.
Bei höherer Lautstärke werden die Mitten etwas grenzwertig im oberen Bereich, was zu Härte und verstärkter Sibilantenbetonung führt.
Die schwankende Pegelfestigkeit bei hohen Lautstärken beobachte ich häufig bei einzelnen dynamischen Treibern, oder aber Multitreibern, ohne gute, oder fehlende Frequenzweiche.
Beim ORIVETI OH500 als positives Beispiel, kann ich die Lautstärke hochschrauben, bis mir die Ohren bluten. Allerdings spielt der OH500 auch dann immer noch sehr homogen, sodass ich dadurch nicht einzelne Frequenzbereiche pushe, sondern den gesamten Frequenzgang. Beim No.3 betone ich mit einer Laustärkeanhebung eher zusätzlich die oberen Mitten/Bass und das wird dann irgendwann unangenehm, auch je nach Musikmaterial. Das ist jetzt aber kein individuelles Problem des No.3 sondern oft zu beobachten und bei einer moderaten Lautstärke besser zu Handhaben. Zugegebenermaßen ist der Frequenzgang des ORIVETI auch flacher, was einen lineareren Pegelanstieg natürlich begünstigt.
Dennoch ist auch lautstärkeunabhängig die Tendenz der Härte in den Mitten des No.3 zu hören und auch lange Sicht auch etwas ermüdend.
Dazu sind die Mitten nicht immer ganz sauber, wenn man den No.3 nicht mit hochwertigen Files füttert.

Dann hat man auch in den Höhen ein Klirren und eine gewisse Strenge. Will heißen: der No.3 verzeiht nicht alles. Gerade durch seine hellere Signatur wird schlechtes Material nicht unbedingt geglättet.
Ansonsten haben die Höhen eine gute Erweiterung, die genügend Raum bietet, dass sich der Klang entfalten kann und die Bühne luftiger gestaltet. Allerdings ist diese eher in der Breite ausgedehnt, als in der Höhe. Da wirkt der No.3 limitierter, wohl auch durch die Betonung der oberen Mitten, tieferen Höhen, welche den Fokus mehr auf Stimmen lenken und die Bühne so etwas intimer gestalten. Die Separation von Stimmen und Instrumente gelingt aber sehr gut und wird nur bei hektischer Musik etwas limitierter.

Outro

Der TFZ No.3 ist ein sehr guter und stimmiger dynamischer In-Ear. Im direkten Vergleich mit dem gleichteuren STARFIELD, gehe ich, durch die etwas natürlichere und harmonischere Abstimmung, mit dem STARFIELD. Der No.3 hat allerdings den höheren Spaßfaktor. Nur bereiten mir die vereinzelten Peaks beim No.3 mehr Probleme, von denen der STARFIELD jedoch auch nicht vollends befreit ist.

Wer den Fokus auf eher auf Bass legt, jedoch ebenso auf eine lebendige und natürliche Klangwiedergabe in einer V-Signatur, sowie einer ordentlichen Portion Details, ist hier gut bedient. Dazu bekommt man noch einen sehr guten Tragekomfort und ein ansprechendes Kabel.

https://www.linsoul.com/products/tfz-no-3-no-3ti

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

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NO.3

NO.3

T2 GALAXY

T2 GALAXY

Zweite Meinung:

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