BUDGET
IN-EAR

ASH

YINYOO

Wertung

Preis

7.4

27 €

Review published:

06/2019

Treiber

2

pro Seite

1

Dynamisch

1

Balanced

Widerstand

18 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8

Bass

7

Mitten

7

Höhen

Empfindlichkeit

102 dB

7.3

Handling

8

Haptik

B

Value

0

Alltag

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Intro

YINYOO ist mit einem neuem Budget-Hybrid-In-Ear am Start. Dieser schimpft sich YINYOO ASH. Hat aber null mit Pokemon zu tun!
Wir bekommen hier einen sehr soliden In-EAR geboten, sowohl musikalisch als auch vom Design und Handhabung.

Handling

Der YINYOO ASH ist ein kleiner, kompakter In-Ear im Customformat, welcher sich unheimlich bequem trägt und auch kleineren Ohren keine Probleme bereiten sollte. Das Gehäuse ist ein Harz-3D-Druck und weist keinerlei Makel auf.
Jeder Treiber hat sein eigenes Schallröhrchen, welche in 2 unabhängige Schallöffnungen münden. Das sieht man momentan noch selten bei Budget-IEMs und so macht er, auch im Zusammenspiel mit Design und Haptik, einen höherwertigen Eindruck als der Preis vermuten lässt.

Das mitgelieferte Kabel wirkt sehr stabil und neigt nicht zur Verknotung, ist jedoch genauso wie der Rest des Assessors nichts Besonderes (2 verschiedene Sets an Silikontips in 3 Größen), aber erfüllt seinen Zweck. Die Option auf eine Remote mit Mikrofon existiert leider nicht.

Sehr positiv hervorzuheben ist die Isolation. Durch die sehr gute Passform dichten die In-Ears hervorragend ab, was einen tief in seine Musik eintauchen lässt, ohne störende Nebengeräusche. Dadurch eignet sich der ASH auch gut für die Bühne, aber man sollte im Verkehr die Augen offen halten!

Klang

Man darf vom ASH keine Wunder erwarten, aber nach kurzer Eingewöhnung bin ich positiv vom Klang überrascht.

Der Bass wirkt anfangs etwas schwach auf der Brust, aber das ändert sich nach kurzer Zeit. Ich finde ihn wohl dosiert, mit einem knackigen Punch auch in den tieferen Regionen. Er attackiert kaum die Mitten, was den ASH klanglich sehr klar erscheinen lässt. Er ist relativ trocken und schnell, wodurch auch schnelle Basspassagen wie eine Doublebass ohne Probleme abgebildet werden können.
Ein bisschen mehr Druck könnte nicht schaden, aber es wird viele geben denen der Bass komplett ausreicht, oder gar schon zu viel ist.

Die Mitten überzeugen mit einem transparenten Klang und guter Auflösung. Sie sind in der Gesamtpräsentation zurückgenommen, was dem ASH eine typische V-Signatur verleiht. Sie haben jedoch genügend Präsens und verstecken sich nicht hinter dem Bass und den Höhen. Generell wirken sie sehr natürlich, vor allem in der Stimmenwiedergabe, welche dagegen recht intim sind. Männerstimmen könnten noch ein klein wenig mehr Fundament haben, aber grundsätzlich machen die Mitten einen soliden Job.
Allerdings neigen sie ab und an auch etwas zum Kreischen, was bei Pop-, Akustik-, oder HipHop-Musik nicht so ins Auge sticht, allerdings schon im Rock und Metallbereich. Hier sollte man immer die Lautstärke im Blick haben, um ein zufriedenstellendes Klangerlebness zu erreichen.

Die Höhen wirken im ersten Moment etwas hell, aber auch dies legt sich nach kurzer Eingewöhnungsphase. Man merkt zwar, dass sich nur ein BA-Treiber um Höhen und Mitten kümmert, aber dieser meistert den Spagat ganz gut und lässt auch ein gutes Gefühl von Dynamik aufkommen. Ähnlich wie bei den Mitten kann es ab und an auch etwas heiß werden, aber dies ist recht songabhängig. Sibilanten sind da schon eher ein Thema. Ich würde mir wünschen, dass die Höhen sich noch ein bisschen mehr öffnen würden, aber wir bekommen hier wirklich ein gutes Gefühl von Räumlichkeit und Details.

Ebenso positiv sticht die 3D-Abbildung und die Separation hervor. Hier leistet der BA wieder richtig gute Arbeit, aber eher zugunsten der Breite als der Tiefe. In der Senkrechten ist die Räumlichkeit dagegen wirklich erstaunlich und bei entsprechendem Mastering außerhalb des Kopfes.

Outro

Knapp 25€ sind für den ASH recht gut investiert, wenn man es etwas heller mag und nach einem In-Ear mit einer hervorragenden Isolation und guter Separation sucht. Es benötigt eine kleine Anlaufzeit bis der ASH sein Charakter komplett entfaltet, aber dann hat er im breit gefächerten Segment der Dualhybriden in diesem Preisbereich durchaus seine Daseinsberechtigung! Hier kommt es dann auf die persönlichen Präferenzen an für welchen Hersteller und Modell man sich entscheidet, aber schlussendlich hält man auch mit dem ASH einen sehr soliden Performer in der Hand mit klasse Tragekomfort und guten Klangeigenschaften. Wer allerdings eher rockaffin ist, sollte sich eventuell nach einem anderen Vertreter umsehen.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Bewertung in Buchstaben

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

A8

A8

PRO

PRO

Y1

Y1

ASH

ASH

Q70

Q70

BELLSING

BELLSING

T500

T500

NY-06

NY-06

V2

V2

D2B4

D2B4

TOPAZ

TOPAZ

Second Opinion:

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