HIGH-CLASS
IN-EAR

DM7

BGVP

Wertung

Preis

8.8

270 €

Review published:

05/2019

Hifigo.jpg
Company.png

Treiber

6

pro Seite

0

Dynamisch

6

Balanced

Widerstand

13.5 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

8.5

Bass

9

Mitten

8.5

Höhen

Empfindlichkeit

115 dB

8.7

Handling

9

Haptik

B

Value

+

Alltag

Frequenzgang

10 - 40000 Hz

Intro

Der BGVP DM7 ist der direkte Nachfolger zum DM6 und beherbergt noch einen weiteren BA-Treiber in seinem Gehäuse, was ihn in Summe auf 6 bringt. Der DM7 hat nicht mehr die starke V-Signatur des DM6, oder DMG, sondern stärkt den Mitten den Rücken und klingt unabhängig vom Frequenzgang linearer und natürlicher.

Handling

Der DM7 wird, wie auch der DM6, im 3D Druckverfahren erstellt und macht optisch den Eindruck eines Custom-IEMs. Er weicht nur leicht von der Form des DM6 ab und wirkt etwas kompakter und ergonomischer. Auffällig ist, dass in den vorigen Versionen des DM7 in einem der 4 Schallrohre Schaumstoff als Filter verwendet wurde, aber nun auch ein Metallfilter, wie auch in den restlichen drei Rohren, seinen Platz gefunden hat, was für meinen Geschmack noch einmal wertiger wirkt!

Der Lieferumfang ist nahezu Identisch zum DM6 Man bekommt ein Paar Formtips, 2 Sätze an Silikontips (S, M, L) und eine Reinigungsbürste. Das Kabel wurde jedoch ausgetauscht und ist wesentlich elastischer und eleganter. Allerdings muss man hier auf den L-Stecker verzichten, welcher einen Vorteil, gerade für die Hosentasche darstellen kann.

Die Isolation ist im Vergleich zum DM6 besser, wodurch weniger nach außen und innen dringt. Damit liegt der DM7 über dem Durchschnitt.

Klang

Der DM7 geht einen anderen Weg als der DM6. Er hat ein wärmeren Klang und ein homogeneres Klangbild. Auch der Einsatz eines Superhochtöners macht sich in der Auflösung bemerkbar, obwohl der DM6 die gefühlt größere Erweiterung hat.

Der Bass ähnelt dem des DM6 sehr. Allerdings bekommen wir hier eine weichere, aber dennoch saubere und schnelle Basswiedergabe, wodurch der DM7 im Bassbereich und der Gesamten Signatur ausgewogener und balancierter klingt. Der Bass hat zwar nicht mehr den Punch des DM6 im Mittenbereich, aber wirkt dennoch strukturierter und einheitlicher, auch wenn er wie auch schon beim DM6 selten doch mal in die unteren Mitten abdriftet.
Der DM7 ist sicherlich nicht bassscheu, aber nichts für Bassenthusiasten den es auf Quantität ankommt. Hier geht es eher in die Richtung eines CCA C16, der auch kein Bassmonster ist, aber der Bass sich perfekt in die Gesamtpräsentation einordnet und mit seiner bescheidenen, aber qualitativen hochwertigen Art und Weise überzeugt.

Die Mitten sind objektiv nicht so sehr zurück genommen, wie beim DM6, auch wenn der Graph vielleicht zu einem anderen Schluss führen könnte. Das liegt wohl auch daran, dass der DM7 die unteren Höhen mehr bevorzugt als der DM6 und im Zusammenspiel mit dem Bass ein wärmeren und dynamischeren Klang suggeriert wird als beim kälteren DM6. Dennoch lässt es sich an den Männerstimmen fest machen, die besser nach vorne kommen und mehr Körper besitzen. Die Instrumentenwiedergabe in Auflösung und Natürlichkeit so auch noch einmal einen kleinen Schritt zu. Der große Vorteil ist beim DM7, das er so gut wie komplett ohne störende Peaks und Sibilanten auskommt, aber dennoch in den mitten breiter und heller wirkt als der DM6. Eine klare Verbesserung, welche aber ähnlich wie im Vergleich beim Oriveti OH300 zum OH500 etwas Eingewöhnung braucht.

Der DM7 klingt im Vergleich zum DM6 in den Höhen nicht ganz so offen, sondern im ersten Moment im direkten A/B-Höreindruck etwas gedrückter. Das Gefühl verfliegt allerdings in wenigen Minuten.
Dann stellt man fest, dass der Detailgrad des DM6 immer noch vorhanden ist, allerdings ohne die nervigen Peaks. Es springt einem nicht mehr alles direkt ins Gesicht, sondern wirkt subtiler, aber dennoch wahrnehmbar. Das macht das Hören noch etwas spannender, da einem nicht gleich alles in übertriebenen Maße auf dem Silbertablett präsentiert wird, aber dennoch in vollem Umfang vorhanden ist. Gerade die Bevorzugung der unteren Höhen, lassen diese voller und texturierter erscheinen. Dazu gibt es auch nach längerer Zeit keine Ermüdungserscheinungen. Zusammengefasst präsentieren sich die Höhen, entspannt, hochauflösend, detailreich und präzise, auch was die Räumlichkeit anbelangt.

Bei Separation und Bühne nehmen sich der DM6 und der DM7 nicht viel. Will heißen der DM7 besticht mit einer guten Tiefe und Breite, aber wie auch schon beim DM6 geht es selten über den Kopf hinaus. Allerdings unterstelle ich dem DM7 die bessere Stereoabbildung und das homogenere Gesamtbild. Hier muss man auch die Frequenzweiche des DM7 loben, welche einen geschmeidigen Übergang gewährleistet und so ein dynamischeren Klang produziert als noch der DM6.

Outro

BGVP schafft es mit dem DM7 die kleinen Fehler des DM6 für meinen Geschmack auszumerzen. Dennoch bin ich der Meinung, dass aus der DM-Serie noch einiges mehr herauszuholen ist. Ich würde mir beim DM7 die Luftigkeit und Tiefgang und Punch des DM6 wünschen, unter Beibehaltung seiner weichen, texturierten, qualitativeren Basswiedergabe und der balancierten, transparenten und detaillierten Mitten und Höhe. Über den Bass lässt sich immer streiten, da ich grundsätzlich den Einsatz eines dynamischen Treiber sehr schätze, aber wie auch schon beim CCA C16 auch den zurückhaltenden Bass sehr zugeneigt bin, wenn er in das Gesamtbild passt. Allerdings gibt es auch Budget-Vertreter wie der BA-Bass des KZ AS10 welcher wesentlich potenter ist, aber dennoch alle positiven Merkmale eines BA-Treibers vereint. Ich denke aus dem Knowles 22955 ist noch ein bisschen mehr herauszuholen. Alles in allem ist der DM7 ein Premiumprodukt und eine Verbesserung in allen Belangen zum DM6. Allerdings muss man fairershalber sagen, dass der DM6 durch die V-Signatur den größeren Spaßfaktor mitbringt.

Legende

Haptik:
Hier spielt die Verarbeitung mit rein und die Nutzbarkeit des Lieferumfangs. Zusätzlich das Erscheinungsbild, Tragekomfort und die Robustheit.


Value:
Hier bewerte ich für mich subjektiv das Preis-/Leistungsverhältnis - fließt nicht in die Bewertung ein!

Z: No Brainer

A: gut investiertes Geld

B: kann man schon machen

C: gibt besseres für weniger Geld

D: überteuert

E: Liebhaberpreis

Alltag:
Hier lasse ich vor allem die Durchhörbarkeit einfließen und ob ich ihn Out-Of-The-Box gut hören kann. Das ist natürlich sehr subjektiv und daher nur ein minimaler Abzug, oder Bonus.

(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

SGZ-DN1

DH3

DMS

DM6

VG4

DM7

DMG

Zweite Meinung:

KLOGOWhite.png
  • Facebook
  • Instagram

CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn