QUICK VIEW: AKG K271 MKII - CLOSED BACK - DE

Aktualisiert: Nov 19





Erklärung: Der QUICK VIEW stellt im Gegenansatz zur vollen Rezension nur einen kurzen klanglichen und funktionalen Überblick dar. Entweder habe ich nicht genügend Zeit mit dem Kopfhörer verbringen können, wo die Bewertung dann etwas unter Vorbehalt zu genießen ist, oder ich halte ihn klanglich nicht für sonderlich lohnenswert. Welche der beiden Varianten zutrifft, werde ich mit "Time", oder "Average" kennzeichnen. Die Gewichtung von Klang und Handling ist 2:1.


Frequenzbereich: 16 - 28000 Hz | Schalldruckpegel: 104 dB | Impedanz: 55 Ohm | dynamisch

Klang 7

Bass Mitten Höhen Bühne Imaging

6.5 6 7.5 7.5 7.5


Handling 7

Verarbeitung Komfort Ohrpads Kopfband Gewicht

7 7 6 8 239 Gramm


Gesamt 7

Preis 75 €

Quick View-Grund: Average Intro

Der K271 MKII ist ein geschlossener Kopfhörer, der sich besonders für Studioarbeiten auszeichnen soll. Ich persönlich höre keinen Grund, der dies rechtfertigen würde, da er eine natürliche Klangwiedergabe missen lässt und die Mitten zu sehr in den Vordergrund stellt.


Handling Der K271 MKII ist optisch eine geschlossene Variante des K240 MKII, welcher in seiner alten Version als Vorbild vieler Superlux Modelle und deren Abkömmlinge hergehalten hat.

Die Bauweise ist sehr robust und wird sicherlich mal ein frustriertes Wegschmeißen der Kopfhörer überleben. Ebenso ist das abnehmbare Mini-XLR-Kabel (3m - 3.5mm Klinke-Kabel & 5m Spiralkabel) ein Mehrwert, sowie die "Abschaltautomatik" beim Absetzten der Kopfhörer.

Der K721 MKII wird mit zwei Arten an Pads (Kunstleder und Velours) geliefert, allerdings rate ich zur Verwendung der Lederpads, welche auch den besseren Komfort bieten, da die Velourpads nicht gut genug abdichten, weniger Polsterung aufweisen und den K271 MKII klanglich noch steriler machen. Dazu ist der Wechsel der Pads etwas fummelig. Beim Tragekomfort des selbstjustierenden Kopfbandes lässt sich wenig aussetzen.

Klang

Beim K271 MKII geht AKG mit deren Mittenphilosophie zu weit. Dadurch, dass der Bass mit Abwesenheit glänzt, was auch nicht mehr wirklich mit einem neutralen Klang zu rechtfertigen ist (er verabschiedet sich ab 100 Hz) und der K271 MKII daher wie mit einem eingebauten Low-Cut klingt, fokussiert er sich stark auf die Mitten. Diese klingen allerdings zu dünn und unrealistisch. Dazu kommt eine Übertreibung der 2kHz-Region und ein unüblicher Peak um die 500 - 700 Hz, wodurch der K271 MKII sich ein bisschen wie ein Pappkarton anhört.

Ja, die Mitten haben eine gute Klarheit und Detailwiedergabe, aber wenn ich damit Mixen müsste, würde ich aufgrund der Klangcharakteristik des K271 MKII einen Mix erstellen, der mit anderen Kopfhörern oder Anlagen ungenießbar wäre. Den Hochton empfinde ich noch am gelungensten, auch wenn die komplette Signatur etwas unharmonisch und unnatürlich wirkt. Dennoch ist er durchaus transparent und hat eine hohe Informationsvielfalt, wenn auch manchmal etwas künstlich aufgebauscht.


Bühne und Imaging sind nicht sonderlich erwähnenswert, aber für einen geschlossen Kopfhörer klingt der K271 MKII recht luftig. Allerdings ist die Platzierung von Instrumenten und Stimmen nicht die realistischste.

Outro Der K271 MKII hat einiges an guten Stimmen erhalten, vor allem was die professionelle Verwendung im Studio und zum Mixen anbelangt. Das kann ich so nicht ganz nachvollziehen, da mir der K271 MKII weder neutral noch natürlich scheint. Er klingt mehr oder weniger falsch, emotionslos und zu sehr Mittenbetont.


Was funktioniert: Song Genre Cannonball Singer-Songwriter, teilweise 80er Pop/Rock

Damien Rice

Was nicht funktioniert:

Song Genre Don't You Worry so ziemlich alles was Bass erfordert, aber auch

R. City Klassik fehlt es an Körper


Danke an Sattler Electronic Showtronic AG für die Zurverfügungstellung der Test-Kopfhörer.

THOMANN

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CHI-FIEAR © 2020 by David Hahn

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